Frauen* stemmen zwei Drittel aller unbezahlten Haus- und Sorgearbeit und werden daher oft in zeitlich befristete und niedrig entlohnte Teilzeitarbeit gedrängt. Eine allgemeine 30-Stunden-Woche soll schrittweise eine gleiche Aufteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit schaffen und ein gutes Leben für alle ermöglichen.

Story

Michael wurde während des Studiums jung Vater* und hatte einen Nebenjob. Dennoch schaffte er es, das Studium abzuschließen. Die Mutter* der gemeinsamen Tochter* hatte sowohl vor als auch nach der Schwangerschaft einen Teilzeitjob. Beim zweiten Kind sollte das anders werden, aber die finanzielle Lage ließ es nicht zu, denn Michaels Einkommen war wesentlich höher als das seiner Frau*. Heute steht die Familie vor einem frustrierenden Dilemma: Michaels Frau* möchte ihre Stunden aufstocken, findet aber nichts Passendes. Er würde gerne mehr Zeit mit den Kindern verbringen, aber sein Chef verlangt Vollzeit.

Das fordert das Frauen*Volksbegehren konkret:

  • Eine schrittweise Arbeitszeitverkürzung auf 30 Stunden pro Woche bei variablem Lohn- und Personalausgleich

  • Die staatliche Förderung von kleinen und mittelständischen Unternehmen, um eventuelle Wettbewerbsnachteile auszugleichen.

Warum braucht es eine faire Arbeitszeitverteilung?

Unsere Arbeits- und Lebensverhältnisse sind auf Gewinn und individuelle Nutzenmaximierung ausgerichtet. Soziale Verantwortung bleibt dagegen unbezahlt auf der Strecke. Dies betrifft vor allem Frauen*, die den Großteil der unbezahlten Arbeit in den privaten vier Wänden leisten. Diese Tatsache hat zahlreiche negative Folgen: Sie erschwert die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Sie ist mitverantwortlich für geschlechtsspezifische Einkommensunterschiede. Und nicht zuletzt ist sie immer wieder auch Anlass für Streit innerhalb der Familie.

Eine Reduktion der Normalarbeitszeit von derzeit ca. 40 Wochenstunden bedeutet wirtschaftlich eine Steigerung der Produktivität, die Schaffung von Arbeitsplätzen und somit gesundes Wachstum. Menschen könnten länger und gesünder arbeiten. Dies würde in weiterer Folge zur Entlastung der Sozialversicherungssysteme führen. Zudem würde es eine faire Arbeitszeitverteilung Familien erleichtern, sich Aufgaben frustfrei zu teilen und finanzielle Ungleichgewichte aufzulösen.

Hintergrund

  • Frauen* leisten den Großteil an unbezahlter Arbeit im privaten Bereich.

  • Rund vier Stunden pro Tag wenden sie für Haus,- Pflege-, Sorge- und Erziehungsarbeit auf.

  • 48,1 % der Frauen* arbeiten Teilzeit, aber nur knapp über 10 % der Männer*.

  • Eine allgemeine Arbeitszeitverkürzung steigert die Produktivität, die Anzahl der Arbeitsplätze und führt zur Entlastung der Krankenversicherungssysteme.

  • Familie und Beruf lassen sich besser vereinbaren, wenn sich beide Elternteile die unbezahlte Arbeit im privaten Bereich teilen.

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