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Ein neues Frauen*volksbegehren soll es geben! Den Gedanken hatten vergangenes Jahr unterschiedlichste feministische Initiativen und Plattformen angesichts des nahenden Jubiläums des Volksbegehrens 1997. Zwanzig Jahre ist es her, dass sich fast 650.000 Menschen mit einer Unterschrift für die Gleichstellung von Frauen* in Österreich stark machten: passiert ist seither wenig bis nichts.

Gleichzeitig wurde 2016 in den USA ein Präsidentschaftswahlkampf geführt, der in Sachen Sexismus und frauenfeindlicher Parolen neue Maßstäbe setzte. In Polen setzten sich konservative Kräfte für die Beschränkung weiblicher Freiheitsrechte ein, in Österreich zeigte sich bei den Wahlen zum Bundespräsidenten, dass es zwischen Frauen* und Männern* sehr unterschiedliche Vorstellungen über die gesellschaftspolitische Ausrichtung dieses Landes gibt. Schlussendlich führten die Verdichtung dieser Ereignisse und die weltweiten Proteste rund um den “Women’s March” dazu, dass sich eine Gruppe von Frauen* aus unterschiedlichsten Initiativen zusammenfand, um eine Neuauflage des Frauen*volksbegehrens in Angriff zu nehmen.


Maria Stern, Teresa Havlicek, Schifteh Hashemi

Lange wurde diskutiert: Ist ein Volksbegehren das richtige Instrument, längst fällige arbeitsmarkt- und sozialpolitische Maßnahmen auf die politische Agenda zu bringen? Nach sechs Monaten Vorbereitung können wir klar sagen: Ja! Wir, das ist ein Zusammenschluss aus Frauen* unterschiedlichster feministischer Initiativen. Für die Kampagne sprechen gleichberechtigt drei Personen: Teresa Havlicek, 28, ist freie Journalistin mit Fokus auf Politik und Frauen*rechte. Schifteh Hashemi, 30, ist Sozioökonomin und Netzwerkkoordinatorin bei einem arbeitsmarktpolitischen Netzwerk für Sozialunternehmen. Maria Stern, 44, ist Obfrau des Forums Kindesunterhalt und setzt sich seit Jahren für die Rechte von Alleinerziehenden ein.